Einsatz von Pflanzenkohle aus Klärschlamm in grünen Technologien und Kreislaufwirtschaft
Interreg

Im Rahmen des Projekts GREENCHAR werden eine Reihe von Teilzielen auf beiden Seiten der Grenze verfolgt. Dabei werden die Möglichkeiten zur Verbesserung des Mikroklimas durch das Herstellen und den Einsatz von Biochar (Biokohle) in den Regionen Trnava und Wien erfasst. Ein weiteres Ziel ist die Reduktion der Bildung von (urbanen) Hitzeinseln. Gründächer sind Teil der grünen Infrastruktur in Städten, welche Regenwasser zurückhalten, Feinstaub sowie Lärm reduzieren, Biodiversität fördern und unsere Städte allgemein klimaresilienter gestalten, da sie zusätzlich auch die Umgebung abkühlen und somit die Bildung urbaner Hitzeinseln reduzieren. Im Projekt GREENCHAR wird aus Klärschlamm gewonnene Pflanzenkohle detailliert analysiert und als innovatives Additiv Dachsubstraten beigemischt. Dadurch soll vor allem die Wasserrückhaltekapazität des Dachsubstrates erhöht und die Umweltauswirkungen des Additivs, vor allem im Hinblick auf die Auswaschung von Nährstoffen und Schwermetallen, mikrobielle Diversität, Pflanzenstress und weitere Aspekte, erfasst werden. Dies erfolgt unter Verwendung von Versuchs-Dächern und Dachlysimetern. Damit wird die Überwachung von Stoffverlagerungsprozessen im komplexen System Substrat-Wasser-Pflanze gewährleistet. Ein weiterer Fokus des Projekts liegt auf der Auswahl geeigneter Pflanzenarten für extensive Dachbegrünungen in einem mitteleuropäischen Stadtklimata, die ein hohes Maß an Ökosystemleistungen und Mehrwert bringen sollen.

Projektpartner